Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen – Die anbrechende Moderne in Rainer Maria Rilkes ‚Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge‘

Es ist nur so, als fände man in einem Schubfach ungeordnete Papiere und fände eben vorderhand nicht mehr und müßte sich begnügen. Das ist, künstlerisch betrachtet, eine schlechte Einheit, aber menschlich ist es möglich, und was dahinter aufsteht, ist immerhin ein Daseinsentwurf und ein Schattenzusammenhang sich rührender Kräfte.[1]

Rainer Maria Rilkes erster Roman „Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge“ entstand in der Zeit von 1904 – 1910. Sechs aufreibende Jahre arbeitete Rilke an seinem Werk. Es blieb Rilkes einziger Roman und nimmt so eine Sonderstellung in Rilkes Lebenswerk ein. Aber nicht nur dort: Von einigen Wissenschaftlern wird es als „epochemachendes“ Werk bezeichnet, das am Anfang der literarischen Moderne in Deutschland steht.[2]

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